BREAKING NEWS: SCHILLER-KNIGHTS werden bei der Berliner Schulschach Mannschaftsmeisterschaft 26 (BSSMM 26) in der WK 1 (das sind die Ältesten) BERLINER VIZEMEISTER
Am 11. März fand am Andreas-Gymnasium das Finale der diesjährigen BSSMM statt. Unsere Kooperationsschule, das Schiller-Gymnasium, war in 3 Wertungs- (= Alters)klassen mit jeweils einem Team angetreten, von denen es die Mannschaften der WK 3 und WK 4 es jeweils bis ins Halbfinale geschafft haben und das Team der WK 1 sogar in das Finale. Dieses wurde jeweils mit 4 Vierermannschaften im Rundensystem ausgespielt, wobei die Bedenkzeit jeweils 50 Minuten + 10 Sekunden Inkrement betrug. Aufgrund der anspruchsvollen Bedenkzeitregelung, in deren Folge das Ganze auch zur Konditionsschlacht werden konnte, entschloss sich das Schiller-Gymnasium (nachfolgend: wir) mit 4 Ersatzspielern anzutreten, um „durchrotieren“ zu können. Wir traten in der Aufstellung: 1. Leonidas, 2. Aamir, 3. Konrad, 4. John , „Ersatz“: Arthur, Claas, Aleksei und Nasser an und waren – wertungstechnisch der „Underdog“. Lediglich das Beethoven-Gymnasium schien für uns schlagbar (- hatten wir sie doch im Halbfinale als Gegner gehabt und sogar geschlagen) wohingegen das Andreas- und das Käthe-Kollwitz-Gymnasium jeweils im auf die Mannschaft bezogenen Durchschnitt etwa doppelt so viele Wertungspunkte aufwiesen, wie wir, und so ein bisschen in ihrer „eigenen Liga“ unterwegs zu sein schienen.
Die Wahrheit auf dem Brett so – für uns – erfreulicherweise anders aus.
Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium machte den Durchmarsch, schlug alle anderen Teams und wurde so hochverdient Berliner Meister. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!!!
Gegen dieses Team waren wir letztlich chancenlos und verloren (in der 2. Runde) trotz zum Teil aufopferungsvollen Kampfes glatt 4:0. Die KKS hatte freilich uns gegenüber auch einen entscheidenden Vorteil. Die Schule wird von Robert Rabiega betreut und gecoacht, d.h. einem Spieler der richtig Schachspielen kann. Da war es für uns schlicht zu schwer mit – und gegenzuhalten.
Dafür gewannen wir aber in der 1. Runde völlig überraschend gegen das „hochgehandelte“ Andreas-Gymnasium mit 3:1.
Da die KKS in der Schlussrunde auch gegen das Andreas-Gymnasium gewann, reichte uns gegen das Beethoven-Gymnasium ein 2:2 für den 2. Platz in der Gesamtwertung (1. KKS – 6 MP, 2. WIR mit 3 MP, 3. Andreas-Gymnasium – 2 MP, 4. Beethoven-Gymnasium – 1 MP).
Letztlich scheinen wir uns unsere Kräfte sehr gut eingeteilt zu haben, so dass unser Kalkül „voll aufging“. Gerade auch die Spieler, die das undankbare Los hatten, in der 2. Runde gegen die „Übermannschaft“ antreten zu müssen, leisteten einen sehr wertvollen Beitrag für die Schule; sie verschafften den „Leistungsträgern“ aus der 1. Runde die dringend benötigte Erholungspause, um dann in der 3. Runde wieder „voll da sein zu können“. Deswegen ist das Ganze in erster Linie ein Sieg des GANZEN TEAMS in welchem jeder Spieler seinen Platz einnahm, sein Bestes gab und zum Erfolg beitrug. Nicht gänzlich unerwähnt sollte jedoch bleiben, dass sowohl Aamir (jeweils an Brett 2), als auch Aleksei (jeweils an Brett 4) jeweils gegen nominell überlegene Gegner 2 Siege aus 2 Partien holten . Aamir war das Kunststück zuvor auch schon im Halbfinale gelungen , so dass er so gesehen sogar „Wiederholungstäter“ war. Aber auch diese 4 Punkte hätten nicht gereicht, wenn Leonidas nicht in der 1. Runde an Brett 1 „seinen“ Punkt zum 3:1 hätte beitragen können (- und auch er hatte bereits im Halbfinale an Brett 1 mit 1,5/2 „geglänzt“.
Vergegenwärtigt man sich, dass mit Leonidas, Aamir, Konrad, Aleksei und Nasser 5 der 8 eingesetzten Schiller-Knights zugleich Eckbauern sind wird klar, dass wir uns um „unsere Zukunft“ zunehmend weniger Sorgen machen müssen. Dies gilt umso mehr, als dass Aleksei und Nasser vom Alter her auch noch in der WK 3 hätten eingesetzt werden können.
Ich glaube, die Schule, wie auch der Verein können, stolz auf ihre/seine Jungs sein.
Der Bericht wäre jedoch unvollständig, wenn nicht gar irreführend, würde man den Beitrag, den unsere „Supporter-ohne-Grenzen“, Reinhart Paul und Jochen Graebert, beim Finale leisteten (- so wie es beim Halbfinale Frank König und Jochen gewesen waren -) unerwähnt lassen. Die beiden begleiteten und unterstützten das Team durch den ganzen Tag und vermittelten dabei Gelassenheit, Freude und Sicherheit. Danke auch dafür!!!
Ferenc Toth