Wieder einmal ging es für unsere Eckbauern im Berliner Mannschaftspokal zum Schachcafé im Prenzlauer Berg.
Ob es an der Fußball-WM lag, dass diesmal nur 16 Teams am Start waren? Im Vorjahr hatten noch 22 Berliner Schachvereine von insgesamt rund 50 Vereinen am Pokal teilgenommen. Damals gewann König Tegel den Wettbewerb, und wir konnten mit einem 3:1 gegen die Königsjäger sowie einem 2:2 gegen Lichtenrade durchaus respektable Ergebnisse gegen höher eingeschätzte Mannschaften erzielen.
Unser Gegner war diesmal die SG Weißensee, ein Verein, der wie wir mit seiner ersten Mannschaft in der Stadtklasse 1 spielt. Entsprechend fuhren wir verhalten optimistisch in den Berliner Nordosten. Die Chancen wurden vom Klubmeister sogar auf „mindestens 50:50“ eingeschätzt.
Auch die exaktere Mathematik schien für uns zu sprechen: An den Brettern verfügten wir mit einer Durchschnitts-DWZ von 1932 gegenüber 1853 über einen durchaus beachtlichen Vorsprung. ChatGPT errechnete für Eckbauer eine Siegchance von 55–60 %, eine Remiswahrscheinlichkeit von 25–30 % und lediglich 15–20 % Niederlagenwahrscheinlichkeit. Das klang vielversprechend. Doch Statistik gewinnt bekanntlich keine Partien.
Zunächst überraschte die Aufstellung eines uns unbekannten Spielers an Brett 1 auf Seiten der Weißenseer. Unsere Gegner hatten ihren stärksten Spieler an Brett 2 gesetzt und hofften auf den Erfolg ihrer leicht „schiefen“ Aufstellung. Als die Uhren in Gang gesetzt wurden, nahm der Wettkampf bald eine für uns unerfreuliche Wendung.
Frank übersah im Mittelspiel eine Taktik seines jungen Gegners und musste die Waffen strecken – 0:1.
Unser zuletzt so bärenstarker Klub- und Pokalchampion Stefan versäumte in der Eröffnung einen wichtigen Befreiungszug, geriet früh unter Druck, verlor eine Qualität und schließlich auch die Partie – 0:2.
Nun hätte schon ein kleines Wunder hergemusst, um den Kampf noch zu drehen. Doch dieses blieb aus. Veit musste zähneknirschend in ein Remis einwilligen, nachdem sein zwischenzeitlicher Vorteil vollständig verflogen war. Mit dem 0,5:2,5 war der Mannschaftskampf entschieden.
Olaf lehnte in gedrückter Stellung kämpferisch ein Remisangebot ab und versuchte noch, einen vollen Punkt einzufahren. Doch auch sein Endspiel ging letztlich verloren. Endstand: 0,5:3,5.
Fazit
Die Weißenseer erwischten einen echten Sahnetag und gewannen den Wettkampf auch in dieser Höhe verdient. Trotz der Enttäuschung hatten wir Freude an diesem Pokalmatch und gratulieren der SG Weißensee zum verdienten Weiterkommen! Im nächsten Jahr, unserem Jubiläumsjahr, wollen wir natürlich wieder im Berliner Mannschaftspokal dabei sein.
Berliner Pokal-Mannschaftsmeisterschaft 2026 Achtelfinale
SG Weißensee 49 DWZ Erg. BSG 1827 Eckbauer DWZ
1 Andrey Tsyrulnikov 1790 1-0 Olaf Ritz 1997
2 Matthias Ahlberg 1993 1-0 Stefan Schmidt 1926
3 Mario Ahlberg 1841 ½-½ Veit Godoj 1962
4 Paul Leonard Wagner 1787 1-0 Frank König 1841